K-Rettungsboot

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Die Idee

Nur Kennern dürfte die 1945 von Schiffbauingenieur Gustav Kuhr in Bremerhaven gegründete Lunewerft ein Begriff sein. Als einer der ersten experimentierte Kuhr im Schiffbau mit Kunststoff. Legendär ist das von ihm während der 1960er-Jahre entwickelte K-Rettungsboot – das weltweit erste vollständig geschlossene Rettungsboot.

Fachleute besonders in Deutschland belächelten es seinerzeit allerdings nur. Doch besonders die damalige Sowjetunion schien an der Idee des Bremerhavener Schiffbauers Gefallen gefunden zu haben. Sowjetische Unterhändler waren im Rahmen internationaler Ausstellungen auf Kuhrs Erfindung aufmerksam geworden und von der Idee, Rettungsboote vollständig zu schließen, besonders angetan. Mit den herkömmlichen offenen Rettungsbooten hatte man vor allem in den arktischen Gewässern schlechte Erfahrungen gemacht. Das Riesenreich hinter dem Eisernen Vorhang orderte große Stückzahlen bei der Bremerhavener Werft und plante, seine Welthandelsflotte vollständig mit K-Rettungsbooten aus dem kapitalistischen Ausland auszustatten.

Die meisten Staaten Westeuropas lehnten indes geschlossene das K-Rettungsboot ab. Ein wesentlicher Grund dürften die befürchteten Kosten gewesen sein. So blieb Gustav Kuhr nur die unbefriedigende Genugtuung eines verkannten Genies.

Das Buch

Lunewerft Cover 200Dieses Buch zeichnet die Geschichte der Bremerhavener Lunewerft nach und porträtiert den Schiffbau-Visionär Gustav Kuhr. Eine nahezu unbekannte Facette der Bremerhavener Werftgeschichte.

 

 

 

 Der Kunststoff-Schmied vom Neuen Hafen: Gustav Kuhr und die Geschichte der Bremerhavener Lunewerft 1945 – 1976
140 Seiten
diverse Fotos und Grafiken
Hardcover/gebunden
Format 17 x 22 cm
ISBN 9783844819533
Preis: 19,90 EUR