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Petrakes Stilianos dreht wegen der schwachen Signale sofort seinen Empfänger auf. Weil die Funkanlage – vereinfacht erklärt – in ein Sende- und ein Empfangsgerät unterteilt ist, muß der Sender separat gestartet werden. Bei den ersten gemorsten Strichen versucht Stilianos, den Sender seiner Anlage einzuschalten. Doch das Gerät muß erst vorheizen und ist deshalb nicht sofort betriebsbereit.
Dem Notruf sind Autoalarmzeichen vorausgegangen. Nur ganz kurz und schwach. Manchmal haben sie nicht unbedingt etwas zu bedeuten. Die Autoalarmgeräte springen zum Teil auch bei sehr schlechtem Wetter an, ohne daß ein Seenotfall vorliegt. Durch atmosphärische Störungen können sie ebenfalls anschlagen.
Die anschließende Meldung läßt aber keinen Zweifel, daß tatsächlich ein Notfall vorliegt. Zwischen dem Zwölf-Ton-Alarmzeichen und der eigentlichen Meldung muß eine zweiminütige Pause liegen. Nur so ist sichergestellt, daß andere Schiffe die nachfolgende Meldung empfangen können. Beim Notruf der „München“ wird die vorgeschriebene Zeit aber nicht eingehalten.
Merkwürdig, denkt Petrakes Stilianos. Der Funker des deutschen Schiffes muß in großer Eile sein. Es scheint akute Gefahr zu bestehen.
03.13 Uhr: Stilianos will mit der „München“ Kontakt aufnehmen. Der Funker morst: „DEAT DEAT DEAT de SYZV SYZV SYZV HW QSA?“ Er bittet um Antwort und fragt, wie stark seine Zeichen ankommen.
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