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Die „München“ befindet sich auf Ihrer 62. Reise, als sie auf dem Weg von Bremerhaven nach Savannah (USA) am 12. Dezember 1978 um 03.10 Uhr nördlich der Azoren in einem Orkan SOS funkt. Der griechische Frachter „Marion“ empfängt den Notruf und leitet eine der größten internationalen Such- und Rettungsaktionen zur See ein. Zeitweise beteiligen sich bis zu 23 Schiffe und elf Flugzeuge an der Suche nach dem deutschen Frachtschiff. Mehrere Leichter (Foto) und Rettungsinseln werden gefunden. Doch Überlebende entdecken die Rettungsmannschaften nicht. Von der 28-köpfigen Besatzung fehlt jede Spur. Nach zehn Tagen wird die Suche erfolglos eingestellt. Das Seeamt Bremerhaven verhandelt im Sommer 1980 den Fall. Der vorsitzende Richter ist auf dem Gebiet der Seeschifffahrt ein Laie. Die kostspieligen, von Hapag-Lloyd in Auftrag gegebenen Gutachten dominieren bei der Ursachenforschung. Zahlreiche Theorien werden diskutiert, darunter ein Kentern in Folge übergehender Ladung, die Kollision mit einem U-Boot und ein Durchbrechen auf Grund mangelnder Festigkeit. Alles beruht auf Indizien. Das Seeamt aber kommt in seinem Spruch zu einem anderen Ergebnis und löst damit eine Flut von Spekulationen aus, die den Untergang der „München" bis heute mysteriös erscheinen lassen. |
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